Am Mittwoch haben an der Landsberger Straße 178a offiziell die Bauarbeiten für die erste Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) im Mahlsdorfer Norden begonnen. Zum Baustart mit Grundsteinlegung sprachen Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD), Sozialstadträtin Juliane Witt (Die Linke, möchte im September Mahlsdorfer Wahlkreisabgeordnete werden) sowie der Bezirksstadtrat für Facility Management, Stefan Bley (CDU). Bis Dezember 2027 entsteht an neben der neuen Gemeinschaftsschule ein barrierefreies Gebäude, das künftig Platz für bis zu 199 Kinder und Jugendliche bietet.
Das zweigeschossige Haus wird überwiegend aus Holz und mineralischen Baustoffen errichtet. Geplant sind eine Dachbegrünung sowie Sonnenschutzelemente an der Fassade. Der Zugang erfolgt schwellenlos über den Teichsängerweg. Im Inneren erschließt ein Hauptfoyer mit offenen Treppen die Räume. Ein Aufzug sowie ein zweites Treppenhaus als Rettungsweg gewährleisten eine uneingeschränkte und sichere Nutzung.
Die Gesamtkosten von 5,7 Millionen Euro finanziert das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Das Besondere: Beim Bau hatten die Kinder der Region von Anfang an Mitspracherecht. Die damaligen Schülerinnen und Schüler der Mahlsdorfer Grundschule am Feldrain konnten 2019 darüber abstimmen, was gebaut werden soll. „Gleich elf von zwölf Wünschen konnten dabei tatsächlich umgesetzt werden, von einer begrünten Dachterrasse, einer Mitmach-Küche sowie einem eigenen Café bis hin zu einem Musik- und Bandraum sowie Spielzimmer“, so Lemm. Auch wird es ein Hausaufgaben- und ein Mädchenzimmer geben, lediglich eine Boulderwand konnte nicht realisiert werden.
Um den Bau der Schule auf dem Nachbargrundstück zu ermöglichen, wurde der Baubeginn immer wieder verschoben. Ins Fundament wurde eine Zeitkapsel einbetoniert, in dieser befanden sich unter anderem heutige Geldmünzen, der Bauplan und ein aktueller Stand der heutigen KI-Entwicklung.
Fotos: Laura Gille




