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Nach vernichtendem Architekten-Urteil: Jetzt legen Eltern eigenes Sanierungskonzept vor

Es gleicht einem Ping-Pong-Spiel. Seit „Alles Mahlsdorf“ Anfang Juli erstmals über die geplante Schließung der Kita in der Landréstraße berichtete, welche vor allem von Kindern aus dem Umfeld des Bahnhofs Mahlsdorf besucht wird, geht es hin und her. Die eine Schließung verhindern wollenden Eltern und der Träger „Kindergärten NordOst” (ein Eigenbetrieb des Landes Berlin) streiten um verschiedene Protokolle, Gutachten, Meinungen, Auslegungssachen. Nachdem „Alles Mahlsdorf“ Anfang der Woche die Sanierungs-Einschätzung eines durch die KiGäNO beauftragten Hoppegartener Architekten öffentlich machte, gibt es nun das von den Eltern erarbeitete Gegen-Konzept.

„Hierbei werden alle von der Kitaaufsicht aufgeführten Mängel berücksichtigt und eine realistische Möglichkeit für den Erhalt der Kita aufgezeigt, die dem Argument der Wirtschaftlichkeit nicht entgegenspricht. Somit sind die Hauptargumente der Geschäftsleitung zur Schließung der Kita glaubhaft widerlegt“, so Elternsprecherin Juliane Schlaaf gegenüber „Alles Mahlsdorf“. Eine Einschätzung, die auch das Verwaltungsratsmitglied Alexander J. Herrmann (Fraktionsvorsitzender der CDU Marzahn-Hellersdorf), Bezirksstadtrat
Gordon Lemm (SPD) und Jugendamtsleiter Heiko Tille unterstützen.

Die Maßnahmen der Teilsanierung, die der von den Eltern beauftrage Gutachter, würden je nach Umfang zwischen 65.000 und 100.000 Euro kosten. So könnte der Schimmel etwa innerhalb von vier Tagen für 2700 Euro beseitigt werden, ein Türaustausch im Noteingangsbereich innerhalb von zwei Tagen für gut 3000 Euro. Auch die räumliche Abtrennung der Küche könnte für einen mittleren vierstelligen Betrag innerhalb weniger Tage realisiert werden. Der Austausch der kompletten Heizungsanlage wäre innerhalb der nächsten Sommerschließzeit für rund 30.000 Euro machbar.

Die Eltern kritisieren vor allem, dass die KiGäNO sehr deutlich zeige würde, dass sie kein Interesse an der Aufrechterhaltung des Kitabetriebs und am Erhalt der 30 im Stadtteil dringend benötigten Kitaplätze hätte. Juliane Schlaaf: „Wir sind von der Haltung der Geschäftsleitung der KiGäNO sehr enttäuscht. Von einem öffentlichen Träger hätten wir als Eltern mehr Engagement für den Erhalt von dringend benötigten Kitaplätzen erwartet. Es wurden keinerlei Bemühungen gezeigt, Sanierungsmöglichkeiten zu prüfen.“

Immerhin konnte ausgehandelt werden, dass der Träger sich zumindest mit der Möglichkeit auseinandersetzt, die Kita noch bis Juli 2022 offenzuhalten. So könnte nach einem neuen Träger gesucht werden, der investieren und sanieren will. Laut Jugendamt gibt es mehrere seriöse Interessenten, die sich gemeldet hätten und die Kita übernehmen würden. „Uns wurde zugesichert, dass den Eltern die Entscheidung zeitnah mitgeteilt wird“, so Elternsprecherin Schlaaf.

Hier unsere älteren Berichte zum Thema:

22. August: Architekt fällt vernichtendes Urteil über Kita-Gebäude: https://alles-mahlsdorf.de/landrestrasse-architekt-faellt-vernichtendes-urteil-ueber-kita-gebaeude/

11. Juli: Sie ist sehr lang: Jetzt liegt die komplette Mängelliste der Kita Landréstraße vor: https://alles-mahlsdorf.de/sie-ist-sehr-lang-jetzt-liegt-die-komplette-maengelliste-der-kita-landrestrasse-vor/

5. Juli: Sie glauben die Heizungs-Version nicht: Jetzt wehren sich Mahlsdorfer Eltern gegen Kita-Schließung: https://alles-mahlsdorf.de/sie-glauben-die-heizungs-version-nicht-jetzt-wehren-sich-mahlsdorfer-eltern-gegen-kita-schliessung/

1. Juli: Wurde jahrelang weggeschaut? Mahlsdorfer Kita-Kinder müssen wegen kaputter Heizung für immer ausziehen: https://alles-mahlsdorf.de/wurde-jahrelang-weggeschaut-mahlsdorfer-kita-kinder-muessen-wegen-kaputter-heizung-fuer-immer-ausziehen/

Die Kita in der Landréstraße ist von der Schließung bedroht.

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